Sprichwörter und Redewendungen – Gestern und Heute 2

unnamed-1„Denn was man schwarz auf weiß besitzt, // Kann man getrost nach Hause tragen.“ – Faust I, Vers 1966 f. / Schüler

Etwas amtlich bzw. offiziell zu besitzen. Also eine auf Papier gedruckte Erklärung. Im Buch sagt dieses Sprichwort ein Schüler zu Mephistopheles und bezieht sich auf eine Urkunde, die bezeugt, dass er in Lehre war.

Wurde in dieser Fassung in Faust zum ersten mal in der deutschen Sprache verwendet.


„Die Zeiten der Vergangenheit // Sind uns ein Buch mit sieben Siegeln.“ – Faust I, Vers 575 f. / Faust Continue reading

Sprichwörter und Redewendungen – Gestern und Heute 3

unnamed-1„Name ist Schall und Rauch.“ – Faust I, Vers 3456 f. / Faust

Herkunft: (= etwas, das schnell verfliegt und nur von kurzer Dauer ist)

Diese sprichwörtliche Redensart ist ein Zitat aus Goethes „Faust I“, Szene „Marthens Garten“. In der Szene stellt Margarete Faust die so genannte „Gretchenfrage“: „Nun sag‘, wie hast du’s mit der Religion?“. Faust erläutert ihr darauf seinen erweiterten Gottesbegriff: „Nenn‘ es dann wie du willst, / Nenn’s Glück! Herz! Liebe! Gott! / Ich habe keinen Namen / Dafür! Gefühl ist alles; / Name ist Schall und Rauch, / Umnebelnd Himmelsglut.“


„Mir wird von alledem so dumm, // als ging mir ein Mühlrad im Kopf herum.“ – Faust I, Vers 1946 f. / Schüler Continue reading